Frühe Funde in Nordafrika und Asien lassen darauf schließen, dass bereits vor über 5000 jahren geschmiedet wurde. Jüngere Funde belegen die über 2500-jährige Geschichte der Werkzeuge.

So wurden damals bereits Amboss, Hammer und Zange als Werkzeuge benutzt. Geschmiedet wurden Waffen, Werkzeuge und Schmuck und als Werkstoffe fanden Buntmetalle wie Bronze und später Eisen Anwendung.

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelten sich in städtischen Regionen aus einem Teil der Schmieden industrielle Metallwarenbetriebe. Auf dem Lande vollzog sich jedoch wenig Spezialisierung. Ein Dorfschmied hatte Pferde zu beschlagen, Wagenräder zu bereifen, Pflugscharen und andere Ackergeräte zu reparieren. Mit der Technisierung der Landwirtschaft nahmen die Dorfschmiede ab.

Die ersten Schmiede waren Steinzeitmenschen die es verstanden, Meteoriten zu Werkzeugen umzuformen. Diese galten als himmlische Sterne, die wegen ihrer Zerstörungskraft gefürchtet waren. Das eisenhaltige Gestein wurde verehrt, denn es war den Menschen von kosmischen Kräften gesandt worden.

Jene frühen Schmiede waren angesehene Leute, denen man Zauberkräfte nachsagte. Sie waren die Beherrscher des Feuers und mit übersinnlichen schamanistischen Kräften ausgerüstet. Die Menschen glaubten, dass der Schmied heilende Kräfte besaß oder mit dem Teufel im Bunde war. Hinzu kam das rußige Gesicht eines meist überdurchschnittlich kräftigen Menschen, der unheimlich wirkte und über dessen Treiben kein Nachbar genaues wusste. So ist es nicht verwunderlich, das das Schmiedehandwerk von Mythen und Sagen umwoben ist. Wieland der Schmied oder Ilmarinen aus dem finnischen Epos stehen beispielhaft für die am Amboß arbeitenden Helden.